Raimund Margreiter gegen Pumpspeicherkraftwerke

Tiroler Tageszeitung, 22.8.2005

14.1.2024

Wozu die TIWAG das Wasser aus dem Ötztal wirklich braucht

Was die TIWAG nicht sagt: Wofür sie das Wasser aus dem Ötztal in erster Linie bräuchte

Die in den Gepatschspeicher umgeleiteten Zuflüsse nehmen ab: Der Klimawandel bringt es mit sich, dass die vor 60 Jahren gekaperten (unfreiwilligen) Wasserspender Radurschlbach, Tscheybach, Gsalbach, Verpeilbach, Madatschbach, Wazebach, Rostizbach, Taschachbach und die Pitze weniger Wasser bringen werden. Vom dramatischen Rückgang des Gepatschferners gar nicht zu reden.

 

Eine Studie mehrerer deutscher Forschungseinrichtungen (GLOWA-Danube-Projekt) hat gezeigt, dass infolgedessen die Situation beim Gepatschspeicher in wenigen Jahren zu „starken Einbußen in der Energieproduktion“ führen wird.

Der Glaziologe Markus Weber, der an der Studie mitgearbeitet hat, geht daher davon aus, dass die Gurgler und die Venter Ache vor allem dafür herhalten sollen, „die prognostizierten Verluste am Gepatschspeicher auszugleichen“.

Das werden sie, so wie ich die beiden Bäche kenne, sicher nicht tun.

 

Der TIWAG geht es nur darum, den Cash hochzuhalten.

Denn der wichtigste Bach der TIWAG ist nicht etwa der Radurschlbach oder der Taschachbach.

 

Der wichtigste Bach der TIWAG ist immer noch der Reibach.

13.1.2024

Diesen Beitrag teilen:

Windkraft-Park im Außerfern

Im Außerfern ist ein Windkraft-Park geplant.
Von der TIWAG?

Iwo! Vom Verbund!

 

Die TIWAG ist nach wie vor nicht willens, auch nur Überlegungen in Richtung einer Windkraftanlage anzustellen.

 

Aus Sorge, ihre auf Hochtouren laufende Wasserkraftpropaganda könnte darunter leiden.

Der Verbund hat Pläne vorgelegt für elf Windräder im Bereich Schattwald-Zöblen mit einer Gesamtleistung von ca. 40 Megawatt. Das wäre deutlich mehr als das Zweieinhalbfache des Laufkraftwerks Tumpen-Habichen.

Die TIWAG interessiert das einen Dreck.

Die TIWAG, die sonst so bedauert, dass die Großkraftwerke im Zillertal vom Verbund betrieben werden.

11.1.2024

Aus dem Giftschrank der TIWAG

Aus dem Giftschrank der TIWAG

Wieder einmal ein paar Beispiele dafür, welche Methoden die TIWAG immer schon bereit war einzusetzen, um ihre Projekte durchzuboxen.

Aus den Bewerbungsunterlagen der Agentur Hofherr, die 2005 den Auftrag der TIWAG zur „Kommunikation“ ihrer Kraftwerksprojekte erhalten hat.

Andreas G. Mimm (AGM) von der „hofherr communikaton gmbh“ soll Leserbriefe erfinden, für die Eugen Stark (ES) von der „hofherr communikaton gmbh“ dann geeignete, das heißt unverdächtige Versender auftreiben wird.

10.1.2024

Mayerl für TIWAG und Kaunertal

Da redet der Richtige!

Martin Mayerl, so etwas wie der „Energiesprecher“ der Tiroler Volkspartei im Landtag, wirft sich in der Bauernzeitung für den Ausbau des Kaunertalkraftwerks ins Zeug.

 

Ausgerechnet der Mayerl!

Für die TIWAG!

 

Der Mayerl, der sich als Bürgermeister von Dölsach von der TIWAG verabschiedet hat und sämtlichen Gemeindebetrieben von Dölsach den Strombezug von einem Kärntner Energielieferanten verordnet hat.

 

Tiroler Bauernzeitung, 4.1.2024

9.1.2024

Hochwasserschutz Niederthai 2005

Weil die TIWAG immer noch
das alte Märchen erzählt

Das Märchen von ihren Wasserfassungen und ihren Ableitungen, die die Dörfer und Täler darunter angeblich vor Hochwasserkatastrophen bewahren sollen.

 

Die Realität sieht anders aus. Im Ötztal denkt man da mit Schrecken zurück an den August 2005 und an die „Wasserfassung“ im Horlachtal oberhalb von Niederthai, die eben nicht funktioniert hat. Dadurch wurde kein Wasser mehr in den Speicher Kühtai abgeleitet.

Die Folge waren verheerende Schäden vor allem zwischen der Larstigalm und Niederthai sowie in Umhausen/Östen.

Die Ableitungen aus den Hochtälern funktionieren bei Schönwetter. Bei stärkerem Regen können sie zugemurt werden, infolge Stromausfalls versagen oder werden sogar mit Absicht geschlossen, weil die Kraftwerksbetreiber ihre Überleitungsstollen und Speicher von Geröll und Sand freihalten wollen.

 

Die vorgegaukelte Sicherheit für die Unterlieger ist eine höchst trügerische. Durch das oft jahrelang im Bachbett liegengebliebene Geschiebe verschärfen die Bachfassungen in Wahrheit noch die Gefahr für Mensch und Natur. Wasserfassungen sind kein Hochwasserschutz, sondern bräuchten selber einen.

 

Solche Wasserfassungen oder eben Wassernichtfassungen möchte die TIWAG auch am Ferwallbach, am Königsbach, an der Gurgler und an der Venter Ache errichten.

 

Das wird sie nicht tun.

7.1.2024

Im Fernsehen kann man viel erzählen

Im Fernsehen kann man ja viel erzählen

„Das gesamte Material für den Damm wird vor Ort im Längental gewonnen, aufbereitet und Schicht für Schicht eingebaut und verdichtet. Also: Wir müssen keine Materialien zuliefern.“

ORF, Österreich-Bild, 10.12.2023

Ach ja, und was ist mit dem Dichtungskern aus Asphaltbeton beim Damm? Und mit der Dichtungswand aus Stahlbeton? Und der Oberflächendichtung aus Beton auf der gesamten Wasserseite?

 

Es ist immer wieder diese ständige, höchst unanständige Verlogenheit, die das – entschuldige – Betonierer-Image der TIWAG so einzementiert.

6.1.2024

Wie die TIWAG den Klimawandel ignoriert

Wie hartnäckig die TIWAG
den Klimawandel ignoriert

Wer die Ache im hinteren Ötztal schon länger kennt und beobachtet, hat mitbekommen, dass sie selbst an den heißesten Sommertagen weniger Wasser führt als früher. Warum? Weil die massiv geschrumpften Gletscher trotz der heute höheren Temperaturen weniger herzugeben haben.

 

Die TIWAG ficht das in ihren Planungen nicht an. Sie bleibt bei ihren alten und längst überholten Abflusszahlen.

Widdewiddewitt

Wir machen uns die Welt

Widdewidde wie sie uns gefällt ….

Mehr noch, sie geht offenbar von in Zukunft immer mehr nutzbarem Wasser aus. Wollte sie auf Basis der amtlich erhobenen Wassermenge 2014 noch 289,3 Millionen m³ der Gurgler und Venter Ache ableiten, hat sie den begehrten Wassereinzug 2023 sogar erhöht auf 294,7 Millionen m³.

2014

2023

Die Realität sieht anders aus

Im Hauptabflussmonat Juli beispielsweise, jenem Monat, in dem die Ache im hinteren Ötztal am meisten Wasser führt und in dem die TIWAG auch am meisten Wasser ableiten möchte, ist die Abflussmenge von 2014 (siehe oben) bis 2023 um 11,5 Prozent (!) gegenüber dem langjährigen Schnitt von vorher zurückgegangen, in den letzten beiden Jahren sogar um 18,8 Prozent.

 

Auch im stets zweitstärksten Monat August gab es selbstverständlich einen kontinuierlichen Rückgang, selbst durch das Jahrhunderthochwasser im August dieses Jahres im Ötztal wurden die durchschnittlichen August-Zahlen von vor 2014 klar unterschritten.

(Quelle: Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Wasserwirtschaft)

 

Ich nehme an, die Gutachter im UVP-Verfahren werden der TIWAG ihre falschen Ausgangszahlen ordentlich um die Ohren hauen.

5.1.2024

Hochgebirgsmäander im Platzertal

Es ist ja nicht „nur“ die Moorlandschaft im Platzertal

Im Platzertal gibt es auch ein Musterbeispiel des sehr seltenen und in dieser Ausprägung höchst schützenswerten Gewässertyps Hochgebirgsmäander. Umso mehr schützenswert, als gerade einer der vorletzten mäandernden Gebirgsbäche in Tirol, jener im Kühtaier Längental, von der TIWAG für immer und ewig komplett zerstört worden ist.

Wissenschaftliche Definition:

„Mäander sind Abfolgen von Flussschlingen, wie sie sich in unbefestigten Fließgewässerabschnitten mit sehr geringem Gefälle und gleichzeitig transportiertem, feinkörnigem Geschiebe auf natürliche Weise bilden. Mäandernde Flussläufe greifen durch Erosion an der Kurvenaußenseite immer weiter seitlich aus und lagern mitgeführte Sedimente an der Kurveninnenseite ab.“

Möchte die TIWAG diesen Hochgebirgsmäander auch „verpflanzen“ und woanders neu ansiedeln?

4.1.2024

Wasserschwall durch Spülungen

Wer will das?

Niemand will das.

Die TIWAG will das.

Die großen Gletscherbäche des hinteren Ötztales führen (für Außenstehende) unvorstellbare Mengen an Geröll und Gletscherschliff mit sich. Diese angelieferte Wasserfracht bliebe in den sogenannten Entsandungskammern der Wasserfassungen so lange liegen, bis das Geschiebe durch sein Gewicht automatisch den Verschluss öffnet und die Ablagerungen mit einem plötzlichen Schwall hinausgespült werden.

 

Die TIWAG selbst muss zum Beispiel in Kühtai auf Warntafeln darauf hinweisen, dass „wegen dieses plötzlich auftretenden Wasserschwalls das Betreten und vor allem das Spielen von Kindern im Bachbett lebensgefährlich und daher verboten ist“.

 

In einer ersten Vorprüfung dieses – wie es heißt – „Feststoffmanagements“ bei den geplanten Ableitungen in Gurgl und Vent sprechen selbst die vom Land eingesetzten Experten dann auch „von gewissen Zweifeln hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens“.

3.1.2024

Tarnsprache der TIWAG: Krafthäuser statt Kraftwerke

Achtung! Tarnsprache! Etikettenschwindel!

Die TIWAG möchte im Oberen Gericht zwei neue große Kraftwerke errichten und mit dem Wasser aus dem Ötztal betreiben: Ein Pumpspeicherkraftwerk am Fuße des Gepatschstaudamms mit der Leistung von 400 Megawatt und zusätzlich ein Kraftwerk in Prutz mit 500 Megawatt Leistung.

 

Zwei neue Kraftwerke.

Neu heißt, dass es sie noch nicht gibt.

Kraftwerke heißt: Druckschächte, Turbinen, Generatoren, Stromableitungen usw.

 

Das will die TIWAG so nicht sagen. Stattdessen nennt sie die beiden geplanten Großkraftwerke Krafthäuser. Nicht nur das, sie sagt sogar, es seien gar keine Kraftwerksneubauten.

Wenn das so ist, dann sind auch die Kraftwerke der TIWAG im Kühtai und in Silz und in Prutz und in Imst und in Langkampfen und in Kirchbichl und in Jenbach und in Amlach usw. gar keine Kraftwerke! Dann hat die TIWAG überhaupt keine Kraftwerke, sondern nur so eine Art Krafthäuser.

 

Wie für blöd hält man die Leute eigentlich?

2.1.2024

Gruß aus Ferner Zeit

Gruß aus Ferner Zeit

Ja, vor 80 Jahren gab die Vergletscherung der Inner-Ötztaler Alpen noch Hoffnung für Ableitungen und Kraftwerksspeicher.

Panorama, genannt „Vogelschaukarte“, ca. 78 x 53 cm, erschienen um 1940

1.1.2024

TIWAG-Quiz zum Jahresende

Das große TIWAG-Quiz zum Jahresende

Es geht um die Wasserfassungen

im bestehenden TIWAG-Pumpspeicherkraftwerk im Kühtai.

Richtig ist leider Antwort D.

Aber gewinnen tun alle, die jede weitere Wasserfassung der TIWAG erfolgreich verhindern.

31.12.2023

Clavis ist für die Fisch‘

Die Beratungsagentur der TIWAG ist für die Fisch‘

In ihrer schieren Aussichtslosigkeit, das Projekt der Kraftwerkskette Gurgl-Vent-Kaunertal-Platzertal-Kaunertal-Prutz-Imst-Haiming gegen den Widerstand der Bevölkerung doch noch irgendwie durchzuboxen, hat sich die TIWAG um viel Geld ihrer Stromkunden die Dienste der Innsbrucker „Kommunikationsagentur“ Clavis gekauft.

 

Diese Agentur ist für die Fisch‘. Aber nicht für alle.

 

Während Clavis der TIWAG helfen will, der Fischpopulation in der Ötztaler Ache das Leben unmöglich und am oberen Inn immer noch schwerer zu machen, hat sie ganz pharisäerhaft eine Patenschaft für den Stör in der Donau übernommen, weitab vom Ein-Flussgebiet der TIWAG.

Quelle: Facebook

30.12.2023

Kühtai vorher nachher

Kühtai vorher - nachher

Bildquelle: Bayerischer Rundfunk

Wo vorher der Längentalbach mäandert hat, mäandern jetzt die Baustraßen.

29.12.2023

Diesen Beitrag teilen:

Hundert Jahre alte Technologie

ORF – Österreichbild, 10.12.2023

Pumpspeicherkraftwerke sind, wie Stroppa richtig sagt, eine Technologie von gestern. Technologien von gestern sind heute ganz allgemein überholt.

Das ist auch hundert Jahre alte Technologie:

Heute gibt es intelligentere Formen der Energierzeugung als Pumpspeicherkraftwerke, bei denen zur „Erzeugung“ von 100 Megawattstunden zuerst einmal 130 zugekaufte importierte Megawattstunden zum Hinaufpumpen eingesetzt und verbraucht werden müssen (hier).

________________

*) Noch was: Ihr habt hier gar kein Wasser. Das Wasser haben wir. Und das bleibt auch so.

28.12.2023

TIWAG freut sich über die Watsche beim Verwaltungsgericht

Die TIWAG freut sich über die Watsche,
die sie beim Verwaltungsgerichtshof kassiert hat

Soeben hat das Bundesverwaltungsgericht in Wien das UVP-Verfahren in Sachen Kraftwerk Haiming vorerst einmal gestoppt. Das Gericht verlangt weitere Gutachten von unabhängigen Experten.

Die TIWAG freut sich ganz außerordentlich über diese Abfuhr.

Dabei konnte das Gericht aus Zeitgründen auf die vorgebrachten Einwendungen der Gemeinde Haiming noch nicht einmal eingehen. Dort geht es dann um die bedrohte Wasserversorgung der Gemeinde und das befürchtete Versiegen von Quellen im Tschirgantmassiv.

 

Wie wird sich die TIWAG erst freuen, wenn diese Einwendungen verhandelt worden sind!

27.12.2023

Warnung aus der Vergangenheit

Warnung aus der Vergangenheit

„Die Post von Sölden ist ausgeblieben. Die Ache ist fast ohne Wasser, so daß die Elektrizitätswerke nur rote Fäden in den Lampen erzeugen. Im unteren Tale regnet es den Schnee wieder fort.“

26.12.2023

Das hat die TIWAG im Tiroler Oberland bereits zerstört

Das hat die TIWAG
im Tiroler Oberland bereits zerstört

Das ganze hintere Kaunertal

Die Finstertaler Seen

Das Längental im Kühtai

Von den zig Wasserfassungen und Ableitungen ins Kaunertal und ins Kühtai gar nicht zu reden.

Und das möchte die TIWAG
im Tiroler Oberland unbedingt noch zerstören

Das Platzertal

Von den zusätzlichen Wasserfassungen in Gurgl und Vent und den Ableitungen des Wassers aus dem Ötztal ins Kaunertal gar nicht zu reden.

25.12.2023

Ein Kraftwerksspeicher im Platzertal geht schon dreimal nicht

Ein Kraftwerksspeicher im Platzertal
geht schon dreimal nicht

Ganz abgesehen vom Widerstand der Menschen im Oberen Gericht, die sich die Zerstörung ihres Tales niemals gefallen lassen würden, gibt es zumindest drei No-Gos für einen Stausee der TIWAG im Platzertal.  

  1. Gibt es rund um den geplanten Stauraum auftauenden Permafrost, der – wie im Sommer 2023 – ganze Hänge in Bewegung setzt.
  2. Gibt es im Platzertal ein sich über zwanzig (!) Hektar erstreckendes unberührtes Moor, das aus klar naturschutzrechtlichen Gründen nicht zerstört werden darf.
  3. Befindet sich mitten im Tal eine alte Begräbnisstätte hier verstorbener oder verunfallter Bergwerksarbeiter (hier), die unter Wasser zu setzen aller Pietät widersprechen würde.

23.12.2023

TIWAGfreundliche Gemeinde Längenfeld

TIWAGfreundliche Gemeinde Längenfeld?

Nur weil die Firma von Bürgermeister Richard Grüner mit der TIWAG-Baustelle im Sulztal das Geschäft ihres Lebens macht, ist das noch kein Grund, dass sich die familienfreundliche Gemeinde Längenfeld auf der offiziellen und behördlichen und amtlichen Internetseite auch als tiwagfreundlichste präsentiert.

TIWAG-Großbaustelle Sulztal (Längenfeld): Wasserfassungen und Ableitungen von Fischbach und Schranbach. Und „Grüner-Transporte“ und „Grüner-Erdbau“ überall. 

21.12.2023

Geschiebe-Gutachten Robert Boes

Lustig oder nicht lustig?

Entgegen den langjährigen katastrophalen Erfahrungen mit dem liegengebliebenen Geschiebe unterhalb der Wasserfassungen und den Expertisen von unabhängigen Fachleuten spricht ein kurioses Gutachten davon, dass die Ableitungen an der Gurgler und Venter Ache anstatt einer drastischen Verschärfung  im Falle von Hochwasser sogar eine Verbesserung der Situation bringen würden.

 

Die Autoren rund um einen Prof. Dr. Robert Boes (ETH Zürich) bedanken sich abschließend auch artig bei ihrem Auftraggeber.

Die VAW ist die Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie an der ETH Zürich unter der Leitung des Herrn Professor Boes.

Robert Boes war vor seinem Wechsel nach Zürich bei der TIWAG Chef der Abteilung für Talsperrenbau und insbesondere für die geplanten TIWAG-Projekte in Osttirol zuständig.

Alles klar?

20.12.2023

Stroppa und die Moore im Platzertal

TIWAG-"Experten" im Platzertal

„Unsere Experten haben sehr intensive Untersuchungen hier gemacht. Wir haben weder ein Hochmoor festgestellt, noch ein sogenanntes Niedermoor. Das gibt es hier nicht.“

Wolfgang Stroppa, Projektleiter Kaunertal (Ö-Bild, 10.12.2023)

18.12.2023

Kein Photovoltaik-Kraftwerk im Kühtai seit 2006

Wieder eine eine große Ankündigung der TIWAG,
die schlecht gealtert ist

Das Zeitungspapier ist längst vergilbt, das versprochene Photovoltaik-Kraftwerk im Kühtai gibt es 17 Jahre später immer noch nicht.

Hauptsache, man hatte eine Show und die gewünschten Schlagzeilen.

17.12.2023

KW Haiming

Die TIWAG hat grad einen Lauf

ORF Tirol, 13.12.2023

Aber bei 29.700 Euro pro Kopf und Nase und Monat (14 mal im Jahr) tut das den Vorstandsmitgliedern persönlich wahrscheinlich gar nicht besonders weh.

14.12.2023

Quellen Ried Wasserexperte

Soweit kommt's noch

Die TIWAG hat beim Bau des Grenzkraftwerks Inn (GKI) mehrere Quellen im Gemeindegebiet von Ried im Oberinntal zerstört. Quellen der Weiler Freitzberg und Holenegg wurden komplett trockengelegt. Der Weiler Gfrans hat noch Wasser, aber es wird weniger. Seitdem muss Wasser aus dem Versorgungsnetz von Ried nach Freitzberg und Holenegg hinaufgepumpt werden. Dadurch ist die Gemeinde Ried mit der Trinkwassermenge selbst an der Grenze. (Hier wurde bereits darüber berichtet.)

Jetzt muss sich die geschädigte Gemeinde zur Wehr setzen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde fraktionsübergreifend beschlossen, wegen des „Ausfalls der Trink und Nutzwasserquellen einen juristisch versierten Wasserrechtsexperten“ einzuschalten.

Soweit kann es bei den Quellen rund um Gurgl und Vent gottlob gar nicht kommen. Weil es die TIWAG mit Sicherheit niemals schaffen wird, eine Stollenbohrmaschine ins Ötztal zu bringen.

12.12.2023

Die TIWAG legt sich sogar die Meteorologie zurecht

Die TIWAG legt lügt sich

sogar die Meteorologie zurecht

Wenn das Innerötztal rundum von Dreitausendern umschlossen ist, die erfahrungsgemäß (nona!) einen Großteil der Niederschläge abhalten, dann …

… regnet’s dort mehr?

TIWAG-Logik. Oder eben: TIWAG-Propaganda.

In Vent beträgt der  Jahresniederschlag im langjährigen Durchschnitt 666 mm.

 

Zum Vergleich:

Galtür: 1123 mm

St. Anton: 1304 mmm

Seefeld: 1173 mmm

Mayrhofen: 1042 mmm

Kitzbühel: 1293 mm

Das hintere Ötztal ist eine inneralpine Trockenregion. 

11.12.2023

Diesen Beitrag teilen:

Ötztaler Heimatverein ist gegen Ableitungen

Dieses TIWAG-Projekt „wäre fatal für die Region“

Auch der Ötztaler Heimatverein, Eigentümer des renommierten Ötztaler Heimat- und Freilichtmuseums sowie des Gedächtnisspeichers, tritt entschieden gegen die Umleitung des Ötztaler Wassers ins Kaunertal auf.

November 2023

6.12.2023

Von wegen alles ÖKO

Von wegen alles ÖKO

Die heutige Heimhörerfrage lautet:

Warum wohl hat die TIWAG bei dieser Werbung das Bild genau beim Wasserschlucker abgeschnitten?

Richtig.

 

Die Zusatzfrage lautet: Wie kann man so deppert sein?

5.12.2023

Ableitung im Gipsmodell und in der Realität

Das eine ist sowas von easy,
das andere aber ganz unmöglich

In ein Gipsrelief eine Schneise zu schneiden, die die geplante Umleitung der Gurgler und der Venter Ache ins Kaunertal zeigen soll, ist kein Kunststück. Quer durch den Ötztaler Gebirgsstock aber einen 25 Kilometer langen Stollen zu sprengen, um unsere Bäche abzuleiten, ist nicht nur aufgrund des harten Ötztaler Gesteins schwierig, sondern vor allem aufgrund des harten Ötztaler Widerstands völlig aussichtslos.

Das hat die TIWAG gebaut

Der Projektleiter der TIWAG Wolfgang Stroppa präsentiert hier stolz sein im Infopoint am Gepatschspeicher ausgestelltes Spielzeugmodell.

Das baut die TIWAG nie

4.12.2023

Der Energiesprecher der ÖVP sagt der TIWAG ade

Der Energiesprecher der Volkspartei
im Tiroler Landtag sagt der TIWAG ade!

Martin Mayerl ist Landtagsabgeordneter der regierenden ÖVP und auch deren Energiesprecher. Im Hauptberuf ist er Bürgermeister der Gemeinde Dölsach in Osttirol.

Weil ihm die TIWAG für die Gemeindebetriebe zu teuer geworden ist, hat er sich mit seinem Gemeinderat gegen den langjährigen Stromlieferanten TIWAG entschieden und ist zu einem um 20.000 Euro günstigeren Kärntner Öko-Strom-Anbieter gewechselt.

 

Das ist einmal ein Anfang. Amlach ist auch schon weg von der TIWAG.

Was ist mit den anderen Gemeinden, die sich durch einen Wechsel noch weit mehr ersparen könnten?

3.12.2023

Energiewende mit der Gurgler Ache

Damit schaffen wir sicher
die Energiewende in Europa!

Die TIWAG möchte jeweils vom 15. April bis zum 15. Dezember des Jahres Wasser aus der Gurgler Ache ableiten.

Im Ernst jetzt?

Was möchte die TIWAG denn im Frühjahr und im Spätherbst da „einziehen“?

Aufnahmen der Ache vier Kilometer unterhalb der geplanten Wasserfassung in Obergurgl.

30.11.2023

Seit bald 100 Jahren Ötztaler Widerstand

Seit bald 100 Jahren gibt es Ötztaler Widerstand
gegen alle Begehrlichkeiten der Energiekonzerne

Tiroler Bauernzeitung, 5.6.1930

Massenprotest gegen die Kraftwerkspläne im Ötztal vor dem Gasthaus Stern am 1. Juni 1930 

(Tiroler Bauernkalender 1931)

Aufzeichnungen von Josef Suitner, Pfarrer von Sölden  (August 1930)

28.11.2023

Markus Weber und die Parallelwelt der TIWAG

Die Parallelwelt der TIWAG

Der Glaziologe Markus Weber von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat über Jahrzehnte hinweg u.a. über die Messstation am Vernagtferner die Gletscher rund um Vent beobachtet, erforscht und dokumentiert.

27.11.2023

Gelebter Klimaschutz der TIWAG

So bezeichnet die TIWAG allen Ernstes* die Verwüstung eines Hochtales durch den Speicherbau (hier des Längentales im Kühtai)

*) TIWAG-Presseaussendung vom 6. November 2023

26.11.2023