„Die Gegner kommen nicht zu Wort“

„Klar ist, dass die Gegner nicht zu Wort kommen“

Die Schmutzigkeiten der TIWAG hören einfach nicht auf.

Es läuft heute noch genau so, wie sie es vor Jahren den lokalen Medien diktiert hat: „Redaktionelle Berichterstattung“ über die Kraftwerksprojekte der TIWAG hat in der jeweiligen Zeitung „wie vereinbart“ zu geschehen.

Dafür gibt’s Geld in Form von Werbeeinschaltungen.

Vereinbarung der TIWAG mit der Oberländer Rundschau vom 22.12.2008

2023

Der am 27. September 2023 in Längenfeld anberaumte sogenannte „Informationsdialog“ (siehe unten den Beitrag vom 1.10.2023) ist ja offenbar ordentlich in die Hose gegangen. Die TIWAG versucht jedoch das Scheitern in einer Presseaussendung schönzureden. Und die Oberländer Rundschau gibt die verlogene Darstellung der TIWAG Wort für Wort, das heißt 1:1 brav als redaktionellen Bericht (!) wieder, zur Täuschung sogar mit dem Namen eines Journalisten versehen, auch wenn dieser keinen einzigen Beistrich geändert hat.

Dafür bekommt die Rundschau zehn Seiten weiter eine gut bezahlte ganzseitige Einschaltung.

7.10.2023

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Horlachbach Wasserfassung der TIWAG

Die TIWAG und der Horlachbach in Umhausen

Ohne Worte.

Aufnahme vom 1. Oktober 2023

6.10.2023

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100 Beiträge

ÖAV-Sektionen Ötztal sagen nein

Klares Nein von den
Alpenvereinssektionen des Ötztals

Auch die drei Ötztaler Sektionen des Österreichischen Alpenvereins (Vorder-Ötztal, Umhausen und Innerötztal) sprechen sich gegen „die Ausbaupläne Kraftwerk Kaunertal bzw. die geplante Wasserüberleitung aus dem hinteren Ötztal“ aus. Sie sehen sich schon aufgrund ihrer Vereinsstatuten verpflichtet, sich „wo nur möglich für den Erhalt und den Schutz unserer Ökosysteme einzusetzen“.

„Große Talgletscher im hinteren Ötztal verlieren pro Sommer bis zu 100 Meter an Länge und daher auch beträchtlich an Volumen, was – wie auch von der Wissenschaft bereits weitestgehend bestätigt – dazu führt, dass ab Mitte des Jahrhunderts bis spätestens Ende des Jahrhunderts auch die Ötztaler Alpen weitestgehend eisfrei sein werden. Infolgedessen ist aus unserer Sicht davon auszugehen, dass ein Betrieb eines so groß geplanten Speichers mit den nötigen Wasserspenden der Ötztaler Gletscher in seiner zeitlichen Dimension nicht fertig gedacht, bzw. nicht mehr auf dem neuesten Stand ist.“

Aus der Stellungnahme der Ötztaler ÖAV-Sektionen

 

Die drei Sektionen lehnen das Projekt, sehr ausführlich begründet mit mangelnder energiewirtschaftlicher Sinnhaftigkeit sowie massiven Auswirkungen auf Ökologie, Tourismus und Landwirtschaft, ab und haben den Hauptverein mit Sitz in Innsbruck zur „negativen Stellungnahme“ beauftragt.

 

4.10.2023

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Geschundenes Pitztal

Das von der TIWAG arg geplünderte Pitztal

Noch bevor die Ache durch das Pitztal überhaupt ins Fließen kommt, wird sie von der TIWAG schon der drei großen Zubringer, das sind die Pitze, der Taschachbach und der Seebach vom Rifflsee, beraubt, die alle drei samt und sonders ins Kaunertal abgeleitet werden.

Das ganze weitere Tal ist damit übel zugerichtet, die Bewohner bestohlen und gedemütigt.  

Und wenn dann talauswärts durch eine Reihe kleiner Bergbäche von beiden Seiten überhaupt wieder so etwas wie ein Bach zusammengekommen ist, wird auch dieser – noch vor Wenns – flugs von der TIWAG geschnappt und ins Kraftwerk Imst abgeleitet.

Was für ein Aderlass!
Und was für ein kolonialistischer Umgang mit dem Tal und den Menschen im Tal. Was für eine ausgebeutete, geschundene Region!

3.10.2023

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TIWAG Geschäftsbericht

Es geht nicht um Stromerzeugung für Tirol
im Kühtaier Längental

Zitate aus dem Geschäftsbericht der TIWAG für das Jahr 2022

2.10.2023

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Die Angst der TIWAG vor den Ötztalern

Es ist die bleckate Ångscht!

Die TIWAG ist nun also zusammen mit ihrer komischen Kommunikationagentur in den sogenannten „Informationsdialog“ gestartet. Oder vielmehr: gestolpert.

 

Während sie zum Termin in Prutz logischerweise auch die betroffenen Agrargemeinschaften und die Bürgerinitiative Lebenswertes Kaunertal eingeladen hat, hat sie sich zur Veranstaltung im Ötztal – man muss sagen – natürlich nicht getraut, die hiesige Bürgerinitiative „Unser Wasser“ und die Agrargemeinschaften von Gurgl und Vent, die alles entscheidenden Grundbesitzer, einzuladen.

 

Was für eine Demonstration der Schwäche!

Klar hätten sie dort von diesen Teilnehmern, den Bauern wie den Aktivisten, eine ordentliche Abfuhr erteilt bekommen.

Aber trotzdem: Wer wird sich denn öffentlich so in die Hose scheißen!

1.10.2023

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Anfrage an Entstrasser

Wie viele Millionen und Abermillionen
hat die TIWAG bis jetzt für das unrealisierbare Kaunertalprojekt verpulvert?

Nachdem kürzlich ja groß der „Informationsdialog“ ausgerufen worden ist, habe ich beim Vorsitzenden des TIWAG-Vorstands höflich angefragt, welche Kosten für die Vorarbeiten am „Ausbau Kaunertalkraftwerk“ mit allem Drum und Dran bisher angelaufen sind. Ein guter Zeitpunkt jetzt, da endgülig klargestellt ist, dass diese Ausgaben, zumindest was die lange Zeit erhoffte Einbeziehung der Gurgler und der Venter Ache betrifft, in den Sand gesetzt worden sind.

 

Ich habe keine Antwort bekommen. Keine Antwort ist auch eine.

Eine ziemlich deutliche sogar.

Wären es weniger als 200 Millionen, die hier bereits sinnlos verbrannt wurden, würde Herr Entstrasser mir das ja liebend gerne mitgeteilt haben.

Wahrscheinlich ist er sogar froh, dass „nur“ von 200 Millionen die Rede war.

Seiner Nichtantwort zufolge sind’s offenbar mehr.

29.9.2023

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Clavis macht alles

Die von der TIWAG jetzt zu Hilfe gerufene
PR-Agentur ist für alles zu haben …

… für die Zerstörung von Flusssystemen im Innerötztal ebenso wie für den „Erhalt der Flusslandschaften“. Der Zaster muss passen.

 

Die Innsbrucker Agentur Clavis mit Niederlassungen in Bregenz, Wien und Bozen (siehe dazu auch den Beitrag vom 31.8.2023) soll im Auftrag der TIWAG den Widerstand gegen den monströsen Ausbau des bestehenden Kaunertalkraftwerks zu einer Kraftwerksgruppe mit anschließender Laufkraftwerkskette brechen.

Ein aussichtsloses Unterfangen. Aber: Es schaufelt zumindest ordentlich Geld in die Agentur.

 

Während Clavis sich also einerseits für „lebenswerte Flüsse“ engagiert bzw. engagieren lässt, verdingt sie sich andererseits für die Ausleitung der Gurgler und der Venter Ache, die für sie, wenn die TIWAG ruft, offenbar keine „lebenswerten Flüsse“ sind.

25.9.2023

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Diemferner 2010 – 2023

So zerrinnen die Träume der TIWAG

Der Diemferner im hinteren Ötztal ist einer der Gletscher, die die TIWAG anzapfen möchte. Er entwässert, besser gesagt: zerschmilzt in den Niedertalbach und damit in die Venter Ache, die die TIWAG ins Kaunertal abzuleiten geplant hat.

Bis zu der grauen Steinplatte reichte der große Diemferner noch als die TIWAG 2010 ihr „Projekt Stausee Platzertal“ öffentlich vorgestellt hat.

Wie weit dieser Ferner sich allein in den wenigen Jahren seither zurückgezogen hat, sieht man auf der aktuellen Aufnahme vom 3. September 2023.

 

2010 hat die TIWAG noch mit 285 Mio.m³ Wasser pro Jahr aus dem Ötztal gerechnet. Das geben die wasserspendenen Gletscher hinter Gurgl und Vent längst nicht mehr her, erst recht nicht nach einer – daher völlig illusorischen – Fertigstellung des Kaunertalprojekts in 15 Jahre

23.9.2023

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Energieverprassung Pumpspeicher

Die Wochenleistung eines Pumpspeicherkraftwerks im Energieverprassen

Um Wasser aus einem höhergelegenen Speicher abarbeiten zu können, muss es zuerst dorthin hinaufgepumpt worden sein. Dazu hat es wesentlich mehr Energie gebraucht, als durch das Herunterlassen erzeugt werden kann. Das ist blöd, aber Fakt. Und gilt auch für die TIWAG.

 

100 Megawattstunden (das sind 100 000 000 Wattstunden) elektrische Energie, die zum Pumpen benötigt werden, „produzieren“ im Turbinenbetrieb nur rund 70 Megawattstunden (MWh).

 

Um uns diesen massiven Strom-Verschleiß zu veranschaulichen, stellen wir uns in einem Gedankenexperiment einmal die Energie-Bilanz eines Pumpspeicherkraftwerks in einer Woche vor, wenn immer nur mit dem nach dem Pumpen übriggeblieben Strom gearbeitet würde:

Montag:

Aus 100 MWh eingesetzter Energie bleiben 70 MWh erzeugter Energie übrig.

 

Dienstag:

Aus den verbliebenen 70 MWh eingesetzter Energie bleiben 49 MWh erzeugter Energie übrig.  

 

Mittwoch:

Aus den verbliebenen 49 MWh eingesetzter Energie bleiben 34,3 MWh erzeugter Energie übrig.

 

Donnerstag:

Aus 34,3 MWh eingesetzter Energie bleiben 24 MWh erzeugter Energie übrig.

 

Freitag:

Aus den verbliebenen 24 MWh eingesetzter Energie bleiben 16,8 MWh erzeugter Energie übrig.

 

Samstag:

Aus 16,8 MWh eingesetzter Energie bleiben 11,8 MWh erzeugter Energie übrig.

 

Sonntag:

Aus 11,8 MWh eingesetzter Energie bleiben 8,4 MWh erzeugter Energie übrig.

 

Innerhalb einer Woche sind somit aus 100 Megawattstunden 8,4 Megawattstunden geworden. Wahrlich eine grandiose Sache!

 

Beim Kartoffelanbau wäre das ungefähr so, als würde man im April 100 Erdäpfel setzen, um im September 70 zu ernten, im Folgejahr diese 70 setzen um 49 zu ernten … usw.

22.9.2023

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Danke. Und bitte.

Danke. Und bitte.

Die Seite www.wasser-oetztal.at ist sehr gut angelaufen. Durch Mundpropaganda und das fleißige Teilen in den sozialen Netzwerken wächst die Zahl der Interessierten Woche für Woche. Auch die Gegenseite verfolgt die Seite offenbar laufend.

 

Ich freue mich über jede Reaktion, über Anmerkungen zu den einzelnen Beiträgen und vor allem über für mich neue Informationen und Bilder, die mir zugesandt werden.

Danke dafür. Und bitte weiterhin.

Die TIWAG und ihre Machenschaften stehen offenbar nicht nur bei mir unter Beobachtung.

 

Die Seite wächst und wächst. Und so wird es – zu den bisher schon über achtzig Einträgen – auch künftig Tag für Tag neue geben.

 

Kontakt: m.wilhelm@tirol.com

TIWAG-Vorstand Bezüge

Ohne Worte
(fast)

1.247.677 Euro geteilt durch drei ergibt pro TIWAG-Vorstandsmitglied im Schnitt 415.892 Euro im Jahr.

 

Das sind pro Person 14 Monatsgehälter in der Höhe von 29.706 Euro.

20.9.2023

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Das Kaunertal hat schon genug geblutet

Das Kaunertal hat schon genug geblutet

Die TIWAG hat dort vor 60 Jahren alle irgendwie ereichbaren Bäche in Beschlag genommen, verrohrt und abgeführt, so da sind oder waren: der Gsalbach, der Verpeilbach, der Madatschbach, der Wazebach, der Rostitzbach und der Fisladbach, von weiteren Bächen, die ohne Zuleitungstollen direkt in den Gepatschspeicher fließen wie z.B. der Rifflbach oder der Kaiserbach, gar nicht zu reden.

Sie hat das gesamte hintere Tal mit einem 600 Meter breiten Riegel auf ewige Zeiten abgesperrt und mit einem Speichersee von sechs Kilometern Länge geflutet.

Ausbeutung pur. Die TIWAG hat sich alles gekrallt, was es im Kaunertal zu krallen gegeben hat.

 

Es ist ganz und gar unerträglich und den Menschen, die hier ihre Heimat haben, völlig unzumutbar, noch ein riesiges Pumpspeicherkraftwerk an den Fuß des Gepatschstaudamms hinzuknallen und von dort aus einen Erschließungstunnel sowie einen Triebwasserstollen ins Platzertal zu sprengen, zu bohren, zu baggern, was auch immer.  

 

Abscheulich, auch nur daran zu denken. Das Kaunertal ist schon ausgepresst wie eine Zitrone.

18.9.2023

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TIWAG Clavis Ohrstöpsel

Was selbst bei einem auch nur
vorgetäuschten Dialog schon einmal gut wäre

Wenn der Herr von der Agentur zumindest die Ohrstöpsel herausnehmen würde.

Siehe dazu den Beitrag vom 31.8.2023

17.9.2023

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Geisler Pitztalspeicher

Ein „großer alpiner Kraftwerksspeicher“ im Pitztal
soll Hochwasser verhindert haben

Wo ist dieser genau? Im Taschachtal oder im Griestal? Weiter heraußen? Oder weiter drinnen?

 

Tirol leistet sich einen hochbezahlten Landesrat, der seit zehn (!) Jahren für Energie- und Wasserwirtschaft (!) zuständig sein soll und offenbar nicht zu wissen scheint, dass es im Pitztal gar keinen Kraftwerksspeicher gibt.

 

Aber öffentlich verbreiten, wie dieser Speicher „zum Hochwasserschutz maßgeblich beigetragen hat“.

 

Um Kraftwerkspropaganda zu betreiben, ist offenbar jedes Mittel recht.  

Presseaussendung von Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler, 4.9.2023

14.9.2023

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Zwei mal voll Gepatschspeicher

Einfache Rechnung

Der Gepatschspeicher fasst 140 Milllionen m³ Wasser.

Er wird mit den bestehenden Zuleitungen aus dem Pitztal, dem Kaunertal und dem Radurschltal heute schon mehr als voll.

Die Überleitungen von Venter Ache und Gurgler Ache, geplant wären dabei 285 Millionen m³ Wasser, würden den Gepatschspeicher zusätzlich zwei mal füllen.

Wie soll das gehen?

Ganz einfach: Indem das Wasser aus dem Ötztal laufend abgearbeitet und durch die dafür vorgesehene Kraftwerkskette Prutz – Imst – Haiming geschickt und zur Produktion von billigem Bandstrom missbraucht würde.

 

Dafür ist uns unser Wasser erst recht zu schade. 

13.9.2023

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Wenn die Gletscherreste weg sind

Wenn auch noch die letzten Gletscherreste
verhungert sind …

… was tun dann die großen TIWAG-Kaliber von heute?

Vorstand Thomas Gasser, Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser, Kaunertal-Projektleiter Wolfgang Stroppa, Vorstand Alexander Speckle

Nix.

 

Nix tun sie.

 

Sie sind dann schon im Ruhestand, wenn auch nicht im wohlverdienten. Und beziehen ihre zu hohen Pensionen.

11.9.2023

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Hochwasserbremse Längentalspeicher 2

Toll!

Laut ORF Tirol hat sogar ein Stausee, den es gar nicht gibt, das Hochwasser „gebremst“. Da kann sich der geplante Speicher im Platzertal was abschauen!

 

Der im Bild (TIWAG-Montage) fixfertige obere Längentalspeicher ist erst im Bau und wird frühestens in drei Jahren fertiggestellt sein.  

10.9.2023

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Pliessnig

Der heimliche TIWAG-Influencer

Es gibt da einen äußerst eifrigen Leserbriefschreiber in der Tiroler Tageszeitung, der sich seit Jahren mit allem, was er hat, für die TIWAG ins Zeug wirft. Und dabei gegen private Kraftwerksbetreiber ebenso wettert wie gegen die „Photovoltaik-Lobby“, gegen untätige Behörden und Naturschützer.

 

Ein paar Auszüge:

 

Der TIWAG verdanken wir durch ihre Eigenerzeugung, ihre seriöse Geschäftsstrategie auf dem liberalisierten Markt im europäischen Verbundbetrieb und durch ihre vorausschauenden Investitionen im Land schon immer einen der niedrigsten Strompreise in Österreich

Ich möchte es nicht erleben, dass durch einen von außen erzwungenen und/oder politisch gewollten niedrig gehaltenen Strompreis das Geschäftsergebnis der Tiwag ins Minus rutscht.

Denn dann wird es richtig teuer, für das Land und damit für uns alle.

 

Tiroler Tageszeitung, 27.4.2023

 

 

Um die Klimaziele halbwegs zu erreichen, ist der Ausbau aller erneuerbaren Energien dringend und massiv erforderlich. Wir müssen alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Stromerzeugung nutzen.

In Tirol ist die Ressource Wasserkraft noch nicht erschöpft, wir sollten diese primär nutzen.

 

Tiroler Tageszeitung, 20.6.2022  

 

 

Die TIWAG hat seit vielen Jahren unter immensem Aufwand von Gutachten und Plänen für alle jene Kraftwerksprojekte, die sie (wohlgemerkt unter Zustimmung des Landtages und der Landesregierung) für richtig und notwendig für eine Energieautonomie 2050 in Tirol ansieht, zur Umweltverträglichkeitsprüfung vorgelegt.

Wenn der Ausbau der Wasserkraft in Tirol nicht gelingt, dann kann das Land die Werbetrommel für die Energieautonomie 2050 gleich einstellen.

 

Tiroler Tageszeitung, 7.9.2015  

     

                

Der Ausbau des Kraftwerkes Kaunertal ist eine der tragenden Säulen des Konzeptes für die Energieautonomie.

Mit Kleinkraftwerken, Sonnenenergie und etwas Windenergie würden wir meilenweit vom Ziel entfernt bleiben.

 

Tiroler Tageszeitung, 3.4.2015 

 

 

NGOs, Behördenvertreter, Politik und die Bürgermeister in den Tälern lassen die TIWAG aber „zappeln“ und es geht mit den notwendigen Entscheidungen nichts weiter. Österreich und Tirol ist stolz darauf, dass über 60 Prozent der Stromerzeugung aus der „bösen“ Wasserkraft kommt, aber heute wollen einige einen weiteren Ausbau verhindern.

 

Tiroler Tageszeitung, 3.12.2015  

 

 

Seit Jahren schon werden von der Behörde die UVP-Verfahren durch ständig neue Anforderungen verzögert, die Sachverständigen können, ohne dass ihnen jemand auf die Finger schaut, beliebig ihre Forderungen „im Interesse des Naturschutzes“ weit überziehen. Zudem wird das Tiroler Naturschutzgesetz überarbeitet und nach heutigem Ermessen wird es wieder eine Verschärfung geben.

Obwohl ständig das öffentliche Interesse zum Ausbau der Wasserkraft betont wird und man in Tirol bis 2030 stromautonom sein will (wieder so ein nicht zu haltendes Versprechen), unterstützen weder die Regierungsparteien noch andere Vertreter im Landtag die Projektwerber. 

 

Tiroler Tageszeitung, 11.7.2014      

  

Gezeichnet sind diese Leserbriefe, die seit Anfang 2014 ziemlich regelmäßig erscheinen, mit Heinz Pliessnig, 6179 Ranggen.

Wer verbirgt sich hinter diesem Namen und dieser unverdächtigen Adresse?

Es ist der langjährige Projektleiter des Ausbaus von Sellrain-Silz höchstselbst. Bis zu seiner Pensionierung am 31. Dezember 2013 auch „Assistent des Vorstands“ der TIWAG. Seitdem unermüdlicher heimlicher Leserbriefschreiber.

 

Die Tiroler Tageszeitung sollte (ihm) dieses Versteckenspielen nicht durchgehen lassen.

9.9.2023

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Am Beispiel Kühtai

Am Beispiel Kühtai

Was ist hier erneuerbar?

Die Natur nicht.

Was ist hier nachhaltig?

Die Zerstörung.

Bildquelle: Bayerischer Rundfunk

8.9.2023

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Keine Antwort vom TIWAG-Vorstand

Eine ganz simple Frage,
die der TIWAG-Vorstand nicht beantworten will

Dieses Mail an TIWAG-Vorstand Thomas Gasser wurde gleichlautend auch an seinen Kollegen Alexander Speckle gesandt. Beide haben den Erhalt der Anfrage bestätigt, aber nicht geantwortet. Warum nicht?

 

Vielleicht, weil sie zugeben hätten müssen, dass die Ache im hinteren Pitztal, die aufgrund der beiden Ableitungen jahraus jahrein so gut wie kein Wasser führt (siehe dazu unten den Beitrag vom 27.7.2023), am 28. August 2023 extremes Hochwasser geführt hat.

 

Von wegen Hochwasserschutz durch Ableitungen!

Blick von Mandarfen taleinwärts

Blick von Mandarfen talauswärts

7.9.2023

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Zuckerln beim GKI

Die TIWAG verteilt Zuckerln
an die geschädigten Gemeinden

Am Beispiel des jüngst mit vierjähriger (!) Verzögerung und 60 Prozent Kostensteigerung (!) fertiggestellten Gemeinschaftskraftwerks Inn (GKI):

 

Da wurde den Gemeinden im Oberen Gericht an der österreichisch-schweizerischen Grenze der Inn abgezwackt – mit weitreichenden Folgen nicht nur für Raftingunternehmen und Fische(r). Von den Beeinträchtigungen während der acht Jahre währenden Bauzeit gar nicht zu reden, ebenso wenig beispielsweise von der nunmehrigen Verschlammung der Innufer, weil mit viel zu wenig Wasser gespült wird. Dass durch die Bergführung des 23 Kilometer langen Druckstollens auch mehrere Quellen versiegt sind, ist hier bereits im Beitrag vom 24.7. dokumentiert.  

 

Der Vertrag zwischen den ungleichen Partnern, in dem die mickrige finanzielle Abspeisung der sieben betroffenen Gemeinden festgeschrieben ist, nennt sich großspurig

Für den auf ewige Zeiten verlorenen/verkauften oberen Inn erhalten alle sieben Gemeinden zusammen (!) eine „Ausgleichszahlung“ von 550.000 Euro pro Jahr. Dafür mussten sie sich von der TIWAG auch noch einen Maulkorb umhängen lassen:

Offenbar sollte niemand erfahren, wie die Gemeinden von den Kraftwerksbetreibern mit einem Zuckerl abgespeist wurden. Die Menschen würden in Gelächter ausbrechen.

5.9.2023

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Baumaschinen Dieselverbrauch

Nachhaltig?
Öko?
Grüner Strom?

Schon ein Teil der im Kühtai fuhrwerkenden Baumaschinen und Transportfahrzeuge verbraucht jede Woche mehr als zehn Tonnen Dieselkraftstoff.

2.9.2023

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Stromvernichtung Pumpspeicherkraftwerke

Die immer noch effizienteste Form
der Energieverschwendung

Für den Betrieb eines Pumpspeicherkraftwerks (so wie im Kaunertal geplant) braucht man nicht „nur“ Wasser, sondern auch Unmengen an Strom. Unmengen Strom, um dieses Wasser in den höhergelegenen Speicher hinaufzupumpen. Viel mehr Strom als man beim Abarbeiten des Wassers dann erhält.

Kein Nullsummenspiel, sondern Energieverschwendung auf höchstem Niveau.

Wenn für den Betrieb der Pumpe 1 Million Watt eingesetzt werden, bekommt man durch den anschließenden Betrieb der Turbine nur mehr rund 700 000 Watt zurück.

300.000 Watt sind futsch, draufgegangen, verbraucht, vergeudet, was auch immer.

Die Physik lässt sich nicht überlisten.

Und was macht die TIWAG – in völliger Umkehrung des Sachverhalts – daraus?

TIWAG-Werbebroschüre „Das Erfolgsmodell TIWAG“

1.9.2023

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Clavis TIWAG-Agentur

Jetzt will die TIWAG in ihrer Not mit einer „Kommunikationsagentur“ gegen die Betroffenen vorgehen

Diese Agentur, clavis nennt sie sich, das ist lateinisch und heißt Schlüssel, macht laut Eigenwerbung Kommunikationsberatung mit Kommunikationskonzepten, professionelles Kommunikationsmanagement, strategische Unternehmenskommunikation, Projektkommunikation, begleitet komplexe Kommunikationsfälle und Kommunikationsprozesse, bietet deeskalierende Krisenkommunikation an sowie Kommunikationsmaßnahmen.

 

Puuh! Ganz schön viel Kommunikation auf einem Haufen. Damit soll sie jetzt den Widerstand im Ötztal, im Kaunertal und im Oberen Gericht brechen. Per Schmusekurs, der sich „Informationsdialog zum Ausbau des Kraftwerks Kaunertal“ nennt.

 

Das Motto der Agentur laut ihrer Webseite: „Gegner:innen können zu Mitstreiter:innen im Sinne der guten Sache werden, sofern sie informiert und einbezogen werden.“

 

Na, dann: Viel Erfolg!

Der geschäftsführende Gesellschafter der clavis GmbH Dieter Bitschnau hat sich im „Dialog“ der TIWAG mit uns Betroffenen schon einmal klar positioniert.

Informationsdialog? Was soll das sein? Die Menschen in den betroffenen Tälern haben mehr als genug Informationen darüber, was hier an Entwässerung und Zerstörung geplant wäre. Und sie haben in dem Dialog, den es nie gegeben hat und von Seiten der TIWAG nie geben wird, ihrerseits eindeutig und unmissverständlich NEIN gesagt.

Clavis-Mail, August 2023

31.8.2023

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Venter Ache AK

Die TIWAG möchte die Venter Ache abstechen

So floss die (aus Rofenache und Niedertalbach gebildete) Venter Ache schon zu Zeiten von Franz Senn und Tausende Jahre vorher.

Und so wird sie nach dem Begraben der TIWAG-Pläne noch sehr lange durchs Tal rauschen.

Das Ventertal unterhalb der geplanten Ableitung, Blick Richtung Süden mit dem Weiler „Neader“ vorne und Heiligkreuz im Hintergrund.

30.8.2023

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Speicherreduktion Kostenexplosion

Die TIWAG kann es einfach nicht

Anfangs hat die TIWAG für ihr Projekt Kaunertalausbau bekanntlich einen Speicher im Rofental vorgesehen; nachdem sie aus dem Ötztal hinauskomplimentiert worden ist, einen im Gebiet des Rifflsees im Pitztal. Ersterer hätte ein Fassungsvermögen von 96 Millionen m³ Wasser haben sollen, letzterer ein solches von 89 Millionen m³.

Das als letztmöglicher (in Wahrheit ebenso unmöglicher) Standort übriggebliebene Platzertal würde nur mehr mit 42 Millionen m³ Wasser überstaut werden.

 

Auf der langen Reise westwärts durch die Ötztaler Alpen (Rofental – Rifflsee – Taschachtal – Fernergries – Platzertal) ist also der nutzbare Inhalt des Speichers um weit mehr als die Hälfte geschrumpft.

 

Gleichzeitig sind die von der TIWAG prognostizierten Kosten des Gesamtprojekts in diesen Jahren von 1 Milliarde € auf 2 Milliarden € hinaufgeschnalzt.

Speicherreduktion um mehr als 50 Prozent, Kostenexplosion um 100 Prozent

Wenn man bedenkt, dass der Speicherbau von der

Freilegung des Fundaments über die Betonierung des Dichtungskerns bis zur Schüttung des Damms auf beiden Seiten zum Teuersten des ganzen Ausbaus gehört, mag man sich nur noch wundern über das kaufmännische und das planerische Ungeschick der TIWAG. Oder auch nicht.

29.8.2023

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Pumpstromexperte Wallnöfer

Der Pumpstrom-Experte der TIWAG

TIWAG-Fans erinnern sich noch mit Schaudern an den Kapazunder Bruno Wallnöfer, der – komplett branchenfremd und branchenblind –  13 sehr lange Jahre dem Landesunternehmen vorstehen durfte und ihm dabei die Grundlage für jenes unterirdische Image verschafft hat, um dessen weitere Vervollkommnung sich seine Nachfolger Tag für Tag nach Kräften bemühen.

 

Bei einem Pumpspeicherkraftwerk wird Wasser mit hohem Energieaufwand von einem tieferliegenden Speicher in einen höherliegenden hinaufgepumpt, um beim Herunterlassen Strom zu erzeugen. Für das Hinaufpumpen wird dabei vorneweg schon einmal rund ein Drittel des dann produzierten Stroms verbraucht.

 

Auch bei einem TIWAG-Pumpspeicherkraftwerk ist das nicht anders, zum Beispiel bei jenem im Kühtai. 

Diese elementare Weisheit, Lehrstoff 2. Klasse Neue Mittelschule, war an Bruno Wallnöfer, Chef jener TIWAG, die neue Pumpspeicherkraftwerke bauen will, spurlos vorübergegangen. Auf die Frage des Standard-Journalisten Hannes Schlosser, wie hoch der Wirkungsgrad eines solchen Kraftwerks denn sei,  sagte Bruno Wallnöfer, damals ranghöchster Energiexperte des Landes:

„Das weiß ich nicht.“

 

Als ihm der Interviewer zu helfen versucht, dass fürs Hinaufpumpen ja Energie benötigt werde und es daher ja einen Verlust geben muss, sagt Wallnöfer:

 

„Jo, des … kann … ich … also da miaßt mer amol mit den Technikern redn, da bin i zu wenig firm jetzt. Also so weit bin ich noch nicht in die Sache vorgedrungen.“

 

Dann bittet Wallnöfer den Standard-Redakteur noch, er möge „bitte nicht“ schreiben, dass er das „nicht weiß“.

(Von diesem Interview existiert eine Tonaufnahme.)

28.8.2023

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Kühtrainschlucht 1887

Die Kühtrainschlucht hat schon
eine französische Touristengruppe im Jahre 1887
sehr beeindruckt

Venter und Gurgler Ache vereint zwischen Zwieselstein und Sölden

26.8.2023

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Oberland ist keine TIWAG-Kolonie

Das Tiroler Oberland ist
eine Kolonie des TIWAG-Konzerns,
die man nach Belieben ausbeuten kann

Jetzt ist schluss.

Das Tiroler Oberland ist keine Kolonie des TIWAG-Konzerns, die man nach Belieben ausbeuten kann.

24.8.2023

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Kofler Gletscher auffüllen

Der Wasserexperte der TIWAG

Als Wolfgang Kofler, der vorherige Projektleiter für den Ausbau des Kraftwerks Kaunertal, in Vent einmal von Einheimischen darauf hingewiesen wurde, dass die Gletscher stark abschmelzen und dadurch das Wasserdargebot der Ötztaler Bäche von Jahr zu Jahr rapide abnimmt, gab er (es ist protokolliert) zur Antwort:  

„Aber die Gletscher werden ja jedes Jahr

im Winter wieder aufgefüllt.“

Wir haben sehr gelacht.

21.8.2023

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