Pumpstromexperte Wallnöfer

Der Pumpstrom-Experte der TIWAG

TIWAG-Fans erinnern sich noch mit Schaudern an den Kapazunder Bruno Wallnöfer, der – komplett branchenfremd und branchenblind –  13 sehr lange Jahre dem Landesunternehmen vorstehen durfte und ihm dabei die Grundlage für jenes unterirdische Image verschafft hat, um dessen weitere Vervollkommnung sich seine Nachfolger Tag für Tag nach Kräften bemühen.

 

Bei einem Pumpspeicherkraftwerk wird Wasser mit hohem Energieaufwand von einem tieferliegenden Speicher in einen höherliegenden hinaufgepumpt, um beim Herunterlassen Strom zu erzeugen. Für das Hinaufpumpen wird dabei vorneweg schon einmal rund ein Drittel des dann produzierten Stroms verbraucht.

 

Auch bei einem TIWAG-Pumpspeicherkraftwerk ist das nicht anders, zum Beispiel bei jenem im Kühtai. 

Diese elementare Weisheit, Lehrstoff 2. Klasse Neue Mittelschule, war an Bruno Wallnöfer, Chef jener TIWAG, die neue Pumpspeicherkraftwerke bauen will, spurlos vorübergegangen. Auf die Frage des Standard-Journalisten Hannes Schlosser, wie hoch der Wirkungsgrad eines solchen Kraftwerks denn sei,  sagte Bruno Wallnöfer, damals ranghöchster Energiexperte des Landes:

„Das weiß ich nicht.“

 

Als ihm der Interviewer zu helfen versucht, dass fürs Hinaufpumpen ja Energie benötigt werde und es daher ja einen Verlust geben muss, sagt Wallnöfer:

 

„Jo, des … kann … ich … also da miaßt mer amol mit den Technikern redn, da bin i zu wenig firm jetzt. Also so weit bin ich noch nicht in die Sache vorgedrungen.“

 

Dann bittet Wallnöfer den Standard-Redakteur noch, er möge „bitte nicht“ schreiben, dass er das „nicht weiß“.

(Von diesem Interview existiert eine Tonaufnahme.)

28.8.2023

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