Den Platzerbach möchte die TIWAG auch einkassieren

Auch den Platzerbach möchte die TIWAG kassieren

Nicht genug damit, dass die TIWAG die Gurgler Ache und die Venter Ache plündern und (damit) das Platzertal unter Wasser setzen möchte, sie würde auch noch gerne den Platzerbach kapern, weil dieser halt auch noch nutzbare 8 Millionen m³ Wasser pro Jahr liefern könnte. 

 

Um den Schein eines Platzerbaches unterhalb des Damms zu inszenieren, den es dort ja nicht mehr gäbe (siehe oben), hat sich die TIWAG etwas Wahnwitziges einfallen lassen und in die Einreichpläne geschrieben.  

 

Sie möchte sich ganz hinten im Tal auf 2520 m Meereshöhe einen kleinen Zubringer zum Platzerbach schnappen, den Öbgrubenbach (die Einheimischen nennen ihn Oeggrubenbach), ihn verrohren und 1700 Meter weit den Hang entlang heraus bis zum Dammfuß leiten, wo er freigelassen würde und von dort an dann Platzerbach spielen sollte.

Hinteres Platzertal: Der Platzerbach mit allen seitlichen Zubringern talauswärts würde in den Kraftwerksspeicher münden, nur der Oeggrubenbach würde abgefangen, um den Stausee herumgeführt und unterhalb des Dammes ins leere Bachbett des ehemaligen Platzerbaches eingeleitet. Ein Schönheitswasser. Kosmetik fürs Auge. „Platzebo“.

Der Oeggrubenbach wird derzeit noch von einem Minigletscher gespeist, den es in zehn, höchsten fünfzehn Jahren nicht mehr geben wird.

Und der einkassierte Platzerbach, der derzeit noch vereinigt mit dem Tösner Berglerbach bei Tösens in den durch die GKI-Ausleitung jetzt schon arg ausgehungerten Inn mündet, würde dort auch fehlen.

8.5.2024