Pumpstationen im Sulztal und im Stubai

Zwei Tiroler Bäche werden künftig
mit Tiroler Strom hinaufgepumpt,
um Strom für Deutschland zu erzeugen

Weil die Wasserfassungen des Fischbaches im Sulztal (Längenfeld) und des Unterbergbaches im Stubai tiefer liegen als die Überleitungen ins Kühtai, „müssen“ beide Bäche in den Stollen, der zum Speicher im Längental führt, hinaufgepumpt werden. Laufend. Ständig. Durchgehend. Mit Strom.

 

Mit Strom, der über zu verlegende Mittelspannungskabel zu den beiden Pumpstationen führt. Strom aus dem in Bau befindlichen Kraftwerk Kühtai 2. Das ja errichtet wird, um den dort erzeugten Strom zu exportieren.

Die Pumpstationen am Unterbergbach im Stubai und am Fischbach im Ötztal (Visualisierungen durch die TIWAG)

Das heißt, mit einem Teil des eingezogenen Wassers wird Strom erzeugt zum Hinaufpumpen der beiden Bäche zur Stromerzeugung für Deutschland.

Kompliziert? Ja. Absurd auch? Ja.

Aber es geht bei der TIWAG ja um Profitmaximierung und nichts anderes.  

 

Aufgewendet werden müssen für die beiden Pumpbetriebe zusammen ca. zehn bis zwölf Gigawattstunden pro Jahr. Das ist der Stromverbrauch von rund 3000 Tiroler Haushalten.

5.2.2024